Ausweitung des Tabakwerbeverbots


Manchen geht es nicht weit genug
Ausweitung des Tabakwerbeverbots

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat vor kurzem einen Entwurf für ein neues Tabakgesetz vorgelegt. Darin enthalten ist eine Ausweitung des Tabakwerbeverbots. Experten des Aktionsbündnisses Nichtrauchen (ABNR) sehen die Vorschläge nur als ersten Schritt.

Der Entwurf sieht unter anderem eine Ausweitung bestehender Tabakwerbeverbote vor. Demnach sollen künftig Plakat- und Kinowerbung, die direkte Ansprache von Konsumenten und die Abgabe von Gratiszigaretten untersagt sein. Erlaubt bleiben sollen weiterhin die Werbung am Verkaufsort und auf Zigarettenpackungen, die Übertragung von Markennamen und -logos auf tabakfremde Produkte und das Sponsoring von Veranstaltungen. Nach Auffassung des ABNR kann dieser Entwurf jedoch nur ein erster Schritt zu einem umfassenden Werbeverbot sein. Die Experten des ABNR fordern ein komplettes Werbeverbot.

Werbeverbote sind das wirksamste Mittel

„Tabakprodukte wie Zigaretten, Zigarren und Pfeifentabak sind die am stärksten gesundheitsgefährdenden Verbraucherprodukte, die frei verkäuflich sind: Sie führen bei dauerhaftem regelmäßigen Gebrauch zu Krankheit und Tod. Allein in Deutschland bringt das Zigarettenrauchen jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen einen frühzeitigen Tod. Trotzdem ist die Bevölkerung nach wie vor Tabakwerbung im Kino, auf Außenwerbeflächen oder an Verkaufsorten ausgesetzt“, warnt Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Stellvertretender Vorsitzender des ABNR.

Laut ABNR ist die Aufklärung über die Gefahren des Tabakkonsums wichtig, sie sei aber nur eine von mehreren Komponenten der Tabakprävention. Tabakwerbeverbote und Tabaksteuererhöhungen seien nachweislich die wirksamsten Mittel, um insbesondere junge Menschen davon abzuhalten, mit dem Rauchen zu beginnen.

Deutschland hinkt seinen Verpflichtungen hinterher

Deutschland hat sich durch Unterzeichnung und Ratifizierung des WHO-Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) zu einem umfassenden Verbot aller Formen von Tabakwerbung, der Förderung des Tabakverkaufs und des Tabaksponsorings bis zum 16. Mai 2010 verpflichtet. Dieser Verpflichtung hinkt Deutschland um fünf Jahre hinterher, meint das ABNR. Deutschland ist neben Bulgarien das letzte Land der EU, in dem Außenwerbung für Tabakprodukte noch erlaubt ist.

Die Deutsche Herzstiftung folgt dem ABNR in seiner Aufforderung an die Bundesregierung, den Kampf gegen die schwerwiegenden Gesundheitsgefahren des Tabakkonsums entschlossener zu führen und im Rahmen der Umsetzung der europäischen Tabakproduktrichtlinie endlich ein umfassendes Tabakwerbeverbot einzuführen.

Unsere Partnerapotheke


 

zur Homepage

News

Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch
Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch

Einfluss nicht unterschätzen

Die meisten Menschen wissen, dass starkes Übergewicht (Adipositas) nicht gesund ist. Weniger bekannt ist aber, dass Adipositas auch die Chancen auf ein Kind verringern und Schwangerschaften komplizierter machen kann.   mehr

Salz: Verzichten oder ersetzen?
Salz: Verzichten oder ersetzen?

Für Herz und Gefäße

Salzverzicht gehört zu den Basismaßnahmen bei der Behandlung von Bluthochdruck. In manchen Fällen reicht das nicht – dann ist der Salzersatz besser.   mehr

Kurz vorm Ziel am gefährlichsten
Kurz vorm Ziel am gefährlichsten

Herzgefahr beim Marathon

Langstreckenläufe muten dem Herz-Kreislauf-System einiges zu. In seltenen Fällen kann es sogar zu einem Herzstillstand kommen. Männer trifft es dabei bevorzugt – womöglich aufgrund typisch männlicher Persönlichkeitsmerkmale.   mehr

Migräne erhöht Glaukomrisiko

Junge rothaarige Frau bekommt den Augeninnendruck gemessen.

Augen kontrollieren lassen!

Menschen mit Migräne sollten regelmäßig ihre Augen kontrollieren lassen. Denn die Erkrankung macht nicht nur Kopfschmerzen, sie erhöht auch das Risiko für ein Glaukom, d.h. einen grünen Star.   mehr

Kortison in der Selbstmedikation
Person gibt Kortisonsalbe aus einer Tube auf den Finger.

Keine Angst vor Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Kortison fürchten viele Anwender*innen Nebenwirkungen. Ob die Sorge bei der Selbstmedikation berechtigt ist, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Ratgeber Thema im März

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Temperaturalarm im Kinderzimmer

Wie misst man die Temperatur am besten? Muss man Fieber senken? Und vor allem: Wann muss das Fieberk ... Zum Ratgeber
Oberberg-Apotheke
Inhaber André Joachim Schmittner
Telefon 02262/99 98 390
Fax 02262/99 98 391
E-Mail info@oberberg-apotheke.de