Peptide zum Selbstspritzen


Gefährlicher Trend
Peptide zum Selbstspritzen
mauritius images / Alexander Raths

Peptide sind in den sozialen Medien der letzte Schrei. Sie werden mit Insulinspritzen unter die Haut injiziert und sollen wahre Wunder vollbringen. Die angepriesenen Wirkungen reichen vom Muskelaufbau bis zur mentalen Leistungssteigerung. Ein riskanter Trend.

Wundermittel als Botenstoffe

Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren, die körpereigene Botenstoffe imitieren. Injiziert man sie unter die Haut, sollen sie bestimmte biologische Prozesse auslösen. Tatsächlich gibt es solche Peptide, die offiziell für die Behandlung von Erkrankungen zugelassen sind. Dazu gehören z. B. Wirkstoffe wie Semaglutid und Tirzepatid, mit denen man Diabetes und starkes Übergewicht behandelt – aber auch das altbekannte Insulin.

Peptide aus dubiosen Quellen

Mehr und mehr drängen jedoch nicht zugelassene Peptide zur Selbstinjektion auf den Markt. Sie werden vor allem über unseriöse Online-Shops vertrieben und stammen häufig aus chinesischen Laboratorien.

Typische Beispiele sind die Trend-Peptide TB-500 und CJC-1295, die beide gern von Bodybilder*innen und Sporttreibenden als Doping missbraucht werden. TB-500 soll Muskeln, Sehnen und Bänder schneller heilen lassen, CJC-1295 imitiert die Wirkung des Wachstumshormons und soll den Muskelaufbau und Fettabbau fördern. Andere Peptide werden als schlaffördernd und leistungssteigernd angepriesen.

Wirkung nicht nachgewiesen

Auch wenn sie in den sozialen Medien als effektiv beworben werden: Die Wirkung dieser als „Forschungschemikalien“ vermarkteten Peptide ist nicht nachgewiesen. Selbst wenn es Hinweise aus Laboruntersuchungen oder Tierversuchen gibt, so lassen sich diese nicht so einfach auf den Menschen übertragen.

Expert*innen raten aber auch noch aus anderen Gründen dringend davon ab, sich solche Peptide zu injizieren. Die Injektionen gelten als riskant, weil die Wirkstoffe aus unseriösen Quellen stammen, verunreinigt sein können und weil man nichts über mögliche Nebenwirkungen weiß.

In Deutschland strafbar

Das Fazit lautet: Von Trend-Peptiden sollte man besser die Finger lassen. In Deutschland ist ihr Konsum ohne Rezept strafbar, ebenso wie die Einfuhr und der Besitz. Viele fallen als Doping auch unter die Liste der nicht zugelassenen Substanzen.

Quelle: ptaheute

Unsere Partnerapotheke


 

zur Homepage

News

Gut geschützt gegen RSV
Gut geschützt gegen RSV

Per Impfung oder Antikörpergabe

Respiratorische Synzytial-Viren, kurz RSV, sind eigentlich harmlose Erkältungsviren. Bei Säuglingen drohen bei einer Infektion aber schwere Verläufe. Was schützt besser: die Impfung oder die Gabe von Antikörpern?   mehr

Sturzgefahr im Alter
Sturzgefahr im Alter

Strategien für mehr Sicherheit

Fast jede vierte Person über 65 stürzt mindestens einmal im Jahr – mit manchmal schweren Folgen. Doch vielen Stürzen lässt sich vorbeugen. Was hilft?   mehr

In Zukunft weniger Schwangerschaftsvorsorge?
In Zukunft weniger Schwangerschaftsvorsorge?

Neues Gesetz ändert Finanzierung

Ab 2027 sollen Leistungen in Frauenarztpraxen anders vergütet werden. Ärzt*innen warnen, dass dann weniger Termine für Schwangere zur Verfügung stehen könnten. Die Krankenkassen widersprechen. Was steckt dahinter?   mehr

Mit Zahnseide gegen Schlaganfall

Mann benutzt Zahnseide an den oberen Schneidezähnen.

Für Zähne und Gehirn

Um Schlaganfällen vorzubeugen, kann man so einiges tun. Aufs Rauchen verzichten, Übergewicht vermeiden, die Zähne richtig putzen – und dabei regelmäßig Zahnseide verwenden.   mehr

Aktivkohle: Wunderwaffe bei Vergiftungen?
Aktivkohle: Wunderwaffe bei Vergiftungen?

Wann der Einsatz sinnvoll ist

Aktivkohle gilt als Alleskönner bei Vergiftungen. Doch bei der Anwendung gibt es Einiges zu beachten.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Oktober

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Von Kompression bis Liposuktion

Lipödeme sind nicht einfach eine Form von Übergewicht, sondern eine eigenständige Erkrankung. Neben ... Zum Ratgeber
Oberberg-Apotheke
Inhaber André Joachim Schmittner
Telefon 02262/99 98 390
Fax 02262/99 98 391
E-Mail info@oberberg-apotheke.de